Artikel vom 14 April 2021 über die Initiative im Kölner Stadtanzeiger

WDR 2 Nachrichten

Aufzeichnung der Nachrichten vom 21 April 2021.

"April 2021. Das NiehlFährt sucht (hä, jetzt schon?!) Fährleute?

Ja, denn: Keine Fähre kann ohne einen entsprechenden "Führerschein" bewegt werden.

Sie werden sich wertvolles Wissen aneignen. Auch Ihr Know-How/ Ihre Expertise wird gebraucht. Also was steckt hinter der genannten Ausbildung?

Es gibt zwei Trigger für unseren sehr frühzeitigen Start zur Werbung für diesen interessanten Beruf:

1. "Zeit" und

2. "Mangel"

Zu 1. Die Ausbildung zur Fährfrau, zum Fährmann ist keine Sache, die mal eben so gemacht werden kann. Eine wesentliche Voraussetzung ist praktische Erfahrung, die unter Aufsicht und Anleitung erworben werden muss. 180 Bord- Tage müssen absolviert werden, bevor man zur Prüfung zugelassen werden kann. Viele Interessenten müssen das aber an ihren freien Tagen tun, da in der Regel ja einer anderen Tätigkeit für die täglichen Lebenshaltung nachgegangen werden muss. Entsprechend zieht sich die Zeit. Man kann sich leicht ausrechnen, dass schnell 1,5 bis 2 Jahre ins Land gehen bis alle Hürden genommen sind und man einsatzbereit ist. Die Vorstellung, dass die Niehler Fähre wieder in Betrieb genommen werden kann, ein Schiff vorhanden ist, wir aber nicht genügend Leute haben, die sie bewegen dürfen, lässt uns schaudern.

Zu 2. Wie inzwischen in vielen anderen Berufen auch, ist die Anzahl der Leute, die unser NiehlFährt fahren dürften und könnten, sehr beschränkt. Definitiv gibt es derzeit nicht eine ausreichende Anzahl von entsprechendem Personal. Jeder Fährenbetreiber, und wir haben einige konsultiert, hat uns dringend angeraten, möglichst frühzeitig entsprechend ausgebildetes Personal zu finden, oder eben zur Ausbildung zu bewegen. Die Kollegen wissen ganz sicher, wovon sie sprechen.

Ihre Motivation:

Warum sollen Sie sich für eine solche fast schon exotische Sache interessieren oder sogar begeistern? Dafür gibt es viele Gründe:

- Sie sind wasser(sport)- affin und wollten schon immer ein Schiff fahren.

- Sie verstehen etwas von Technik oder würden gerne mehr dazu erfahren.

- Sie sind leistungswillig und leistungsfähig und übernehmen gerne Verantwortung.

- Sie möchten vorbereitet sein auf Veränderungen in der Arbeitswelt, die heute bekannte Berufe bald drastisch anders aussehen lassen kann oder sogar verdrängen könnten.

- Sie erwägen eine Nebenbeschäftigung auszuüben, die gleichzeitig spannend und einträglich ist.

- Sie suchen ein anspruchsvolles Hobby oder eine andere Herausforderung für später bei dem/ der sich der zeitliche Umfang der Tätigkeit sehr gut steuern lässt.

Die Initiative

Idee ist auch, dass die Ausbildung, der Weg zur Fährfrau/ zum Fährmann in einem kleinen Team gemeinsam angegangen wird. Das spornt an, macht es damit leichter und unterstützt unkompliziertes Zusammen- Lernen. Deswegen: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt! Was Sie - bei Interesse - mitbringen müssen, erklärt Ihnen unser Fachmann gerne im persönlichen Gespräch."

max@niehlfährt.de

März 2021. Gedicht “Die Fäh/aire Vision“ Verfasst und vorgetragen von Robert Dünkelmann.

Robert Dünkelmann zu NiehlFährt 

Er schreibt seit Sommer 2014 Gedichte und kleine Geschichten. Er ist seit gut dreiunddreißig Jahren Niehler Bürger, Mitglied des NIEHLER BÜRGER VEREIN (NBV). Mitbegründer und Mitglied der Bürgerinnitiative GRÜNE LUNGE RENNBAHN.

Wort an die Niehler

„Liebe Fährbündete und Interessenten, ich war schon sechzig Jahre, als ich ´Dichter´ wurde. Eigentlich ein Alter, in dem so mancheiner schon eher beginnt, nicht mehr ganz dicht zu sein! Ich hoffe, mein Beitrag zum Thema Fähre von Niehl nach der Schäl Sick bereitet Freude!

Sei dabei!

Wenn du mein Gedicht magst und die Initiative dazu. Melde Dich bei uns! Liebe Grüße. Robert Dünkelmann 

Dezember 2020. "Wir möchten die alte Fährverbindung zwischen Niehl und Stammheim wiederbeleben"

Niehlfährt

Die seinerzeitige Niehler Fähre nach Flittard und Stammheim wurde ca. 1967 eingestellt, nachdem sie mehrere Jahrzehnte die beiden Ufer verband. Die Idee einer Wiederinbetriebnahme der nun seit über 50 Jahren unterbrochenen historischen Verbindung existiert schon seit längerer Zeit.

Im Vordergrund steht somit die Idee immer mehr zurückgedrängte Traditionen wieder aufleben zu lassen und zu pflegen. Gelebte Traditionen erinnern und verbinden, sie schaffen Gemeinsamkeiten und verläßliche Rahmen, sie strukturieren und erleichtern und fördern das Zusammenleben …

Niehler Bürger diskutierten daher dieses Thema in kleinem Kreis schon vor mehr als 15 Jahren.

Auch die Vorstellung einen fast Ampel- und Kreuzungs- freien und damit sehr attraktiven Rad- und Wanderweg unmittelbar entlang der beiden Ufer des Kölner Rheins zu schaffen, sprühte vor Charme.

Es war nicht sehr lange nach der Zeit als sich das Weiß- Zündorfer Krokodil von Heiko Dietrich etabliert hatte und die südliche Querung des potenziellen Rundkurses sicherstellte. Ein solcher Weg war besonders für Familien mit Kindern interessant, aber auch für andere Mitmenschen, die einen Kraftfahrzeug- dominierten Straßenverkehr versuchen zu vermeiden.

Blick auf Niehl von Stammheim

Umgekehrt ist es auch wichtig und sinnvoll den rechtsrheinischen Vororten eine weitere Anbindung ans linksrheinische Köln zu ermöglichen. Schon im „neuen” ersten Treffen interessierter Bürger im September 2020 wurden die seinerzeit ausgeprägten engen Verbindungen von Sport- und Schützenvereinen beidseits des Rheins erwähnt. Auch dabei bietet sich das Anknüpfen von Traditionspflege an.

Hinzu kommt die damit bessere Anbindung für Berufspendler in beide Richtungen. Viele werden ihre Arbeitsplätze schneller und ökologisch weniger belastend erreichen können. Gespräche mit den großen Arbeitgebern im Hinblick auf mögliche Unterstützung für die Initiative sind vorgesehen.

Es spielt durchaus auch die Aufwertung von Niehl, einem ehemaligen Fischerdorfes am Rhein im Kölner Norden, sowohl für die lokalen Bürger, als auch für Touristen von nah und fern eine nicht unwesentliche Rolle. Die erhöhte positive Wahrnehmung eines Vorortes, welcher zuvor im Wesentlichen mit Industrie etc. verbunden wird, hat regelmäßig auch positive und wertschöpfende Aspekte. Dies betrifft zB den Wunsch dort zu wohnen, hat aber auch die Anreize für kleine und mittlere Betriebe sich dort noch fester zu verankern oder gar neu zu etablieren.

Die Initiative

Inzwischen hat sich eine Initiative zusammen gefunden, die sich zum Ziel gesetzt hat, die alte Fährverbindung wieder zu etablieren. Zur Initiative gehören neben interessierten und engagierten Bürgern auch Vertreter der anliegenden Bürgervereine und (informell) Lokalpolitiker, bis in die Stadtspitze hinein.

Eine formale Basis füe die Initiative ist nicht nur sinnvoll, sondern notwendig. Potenzielle Sponsoren aber auch die Verwaltung und andere Beteiligte, neudeutsch: Stakeholder brauchen einen „richtigen” Ansprechpartner. Eine Vereinsgründung ist daher in Vorbereitung. Die Gemeinnützigkeit wird angestrebt

Wenn auch Sie die Initiative toll finden und unterstützen möchten, können Sie sich gerne einbringen. Es werden Menschen gesucht, die mithelfen, sowohl aktiv als auch passiv. Das kann sich sich auf vielerlei Sachen beziehen. Auch wenn schon vieles an Informationen zusammen getragen wurde, gibt es noch einige weiße Flecken, sowohl, was Organisatorisches und Kaufmännisches angeht, aber auch technische Expertise ist durchaus gefragt. Bald wird es auch Möglichkeiten geben, sich handwerklich zu betätigen. Wenn Sie mehr wissen möchten …